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Steine im Harntrakt bilden sich aus den Bestandteilen des Urins und können im gesamten Harntrakt vorkommen. Nieren- und Harnleitersteine entstehen häufig aufgrund von Ernährungsgewohnheiten und Stoffwechselerkrankungen.

 

Abflussbehinderungen im Harntrakt (Harnleiterengen, Nierenbeckenabgangsenge, Kelchdivertikel, Hufeisennieren etc.) können das Auftreten von Steinen begünstigen. Blasenentleerungstörungen wie eine vergrößerte Prostata oder Harnröhrenengen sind häufig die Ursache von Blasensteinen.

 

Ein Harnstein ist also das Ergebnis (Symptom) einer verursachenden Erkrankung.

Die Steinanalyse kann erste Hinweise auf eine Stoffwechselerkrankung liefern. Dabei werden Hochrisiko (etwa 30% der Harnsteinpatienten) und ein Niedrigrisiko voneinander unterschieden (siehe auch Metaphylaxe).

 

Die Klassifikation der Harnsteine erfolgt nach ihrer chemischen Zusammensetzung und der kristallinen Struktur. Etwa 60% der Steine liegen als Mischsteine vor.

 

 

Harnsteine Zusammensetzung

Harnsteine: Härtegrade

Ut eget felis

Harnsteinart

Zusammensetzung

Mineralname

Häufigkeit

Oxalate

Kalziumoxalat-Monohydrat

Kalziumoxalat-Dihydrat

Whewellit

Weddellit

etwa 70% - die häufigste Steinart

Harnsäure, Urate

Harnsäure

Harnsäure-Dihydrat

Monoammoniumurat

Uricit

11%

1%

0,5%

Phosphate

Magnesiumammoniumphosphat

Carbonatapatit

Calciumhydrogenphosphat

Struvit

Dahllite

Brushi

6%

4,8%

1%

genetisch verursachte Steine

Cystin

Xanthin

2,8-Dihydroxyadenin

durch Medikamente verursacht

Indinavir

Sulfonamide

Silikate

Je nach chemischer Zusammensetzung wird den Steinen ein Härtegrad zugeordnet.

 

Steinzusammensetzung

Härtegrad

Kalziumoxalat-Dihydrat

1,0

Kalziumoxalat-Monohydrat

1,3

Hydroxylapatit

1,1

Calciumhydrogenphosphat

2,2

Harnsäure, Urate

1,0

Cystin

2,4

Carbonatapatit

13

Quelle: Ringden I, Tiselius HG. Composition and clinically determined hardness of urinary tract stones. Scand J Urol Nephrol 2007; 41: 316-323

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